0.)Einleitung

 

Dieses FAQ ist als grundlegende Proxy-Übersicht zu sehen.

Eine Gedächnishilfe warum dies nötig ist:
Anonymität ist unverzichtbar, da diverse Menschen und Organisationen im Web existieren, die immer wieder auf der Suche nach Surfern und deren IP-Adressen sind. Anhand derer ist es möglich die reale Identität eines Surfers herauszufinden! Denkbar ungünstig und bereits vorgekommen ist die Veröffentlichung dieser privaten Daten im Internet wodurch ein jeder (nicht nur staatliche Organe) in der Lage wäre, gesammelte Informationen einer bestimmten Person zuzuordnen und legal oder illegal zu verwerten.
Um dies auszuschliessen und auch zukünftig die Sicherheit der Anonymität zu gewährleisten sind ein paar unverzichtbare Vorkehrungen zu treffen:

1. benutze einen anonymen Proxy!
2. Schalte in deinem verwendeten Web-Browser alle Cookie-Optionen aus und
    deaktiviere Java, Active-X und alle scripting-Einstellungen!
3. Verwende stets eine Firewall!

Die Einwandfreiheit dieser drei Punkte sollten VOR jedem Kontakt zu nicht nur topic-relevanten Inhalten im Web sichergestellt werden.  (Das kann deinen Arsch retten!!!) ;-)

 

 

1.) Nur eine Nummer ?

 

Bevor du verstehst, wie man seine Anonymität und daraus resultierend sein Privatleben schützen kann, ist es hilfreich zu verstehen, welche Informationen du im Web hinterlässt und wie leicht diese "Spuren" zurückzuverfolgen sind.

Wenn du eine Webadresse aufrufst, erhält diese von dir u.a. deine IP-Adresse. Diese ist eine weltweit eindeutige Adresse die dich, deinen genutzten Computer und deinen ISP (Internet Service Provider - dein Internetanbieter) identifiziert. Dabei existieren zwei grundlegende Formen der IP-Vergabe an Surfer. Bei manchen Dienstanbietern erhält der Surfer eine feste IP, wodurch sich eine Zurückverfolgung zu dem Zugangskonto und damit der Person die dahinter steht denkbar einfach gestalltet.

Die zweite Möglichkeit ist die Vergabe einer dynamischen IP. Hier wird dem Surfer bei jedem erneuten Verbindungsaufbau mit dem ISP eine neue IP-Adresse zugewiesen. Bei dieser Methode müssen zur Zurückverfolgung der Person hinter der IP die Logdateien deines Dienstanbieters durchforstet werden. Wesentlich aufwendiger und denoch möglich. Auf diesem Wege wurde beispielsweise der Ursprung des LoveMe-Viruses (bzw. -Wurms) ermittelt.
Auch bei Internetanbietern wie z.B. AOL, wo IP-Adressen von zwei oder mehreren Surfern gleichzeitig benutzt werden (IP sharing) geben die Server Logdateien nähere Auskunft über die Person und von ihr angesurfte Seiten.

Eine Möglichkeit sich selbst durch die Verschleierung der genutzten IP-Adresse zu schützen sind anonyme Proxies. Hierbei dient der Proxieserver gleichsam als Zwischenstation zwischen deinem Internetanbieter und den angesurften Webadressen. Diese erhalten nun nicht mehr die deinige IP-Adresse bzw. die deines Internetanbieters, sondern die des Proxieservers.
Sicherlich nicht der ultimative Schutz, da der Proxy nur eine weitere Zwischenstation darstellt und dieser ebenfalls Logdateien von deinen Webaktivitäten anfertigt. Allerdings müssen nun zur Zurückverfolgung deiner Person zunächst die Logdateien des Proxies und danach die deines Internetanbieters ausgewertet werden.
Zudem ist es Möglich (und auf jeden Fall zu empfehlen) einen Proxy auserhalt des eigenen Landes zu wählen. Dadurch sind potentielle Verfolger nicht nur gezwungen mehrere Stationen abzuklappern, sondern auch verschiedene Länder und dank der Bürokratie des öffentlichen Weges zwischen Ländern, kann sich solch eine Suche als sehr schwierig erweisen und zwingt die Meisten zum aufgeben.

Dabei sei der Gedanke festgehalten, dass viele Internetabieter sogenannte "forced proxies" (erzwungene Proxies) nutzen. Was bedeutet, dass sämtliche Webadressen zusätzlich über transparente Proxies geleitet werden. Hierzu sind keine weiteren Einstellungen von Seiten des Surfers notwenig. Dies stellt eine ideale Möglichkeit für Internetanbieter oder gar ganze Länder dar, Surfer und ihre Surfpraktiken auszuwerten und zu kontrollieren.

Bezüglich der Nutzung von Logdateien als Beweise:
Logdateien stellen schlechte Beweismittel dar. Die (Ver-)Fälschung dieser ist einfach. Sicherlich würde kein Gericht jemanden aufgrund von computergenerierten Beweisen verurteilen und somit die Glaubwürdigkeit eines leicht manipulierbaren Computers über die eines Menschen stellen. In diesen Logdateien werden nur Daten bezüglich des Surfverhaltens des Internetzugangs und des damit verbundenen Computers vermerkt und keine über Zweifel erhabene Notationen über Personen. Da der Zugang zu einem Internetanbieter auch von zweiten genutzt werden könnte oder gar unberechtigt ausgespäht und genutzt werden könnte, ist ein Zweifel berechtigt. Ohne die eigene Schuldeingeständniss bleibt es also Aufgabe der Anklage die Schuld eines Vergehens zu beweisen.

 

 

2.) Was ist ein Proxy Server?

 

Ein Proxy Server ist zugleich eine Firewall (Kontrolle/Restriktion von eingehendem und ausgehendem Datenverkehr) als auch ein Cache Server (Zwischenspeicherung von Daten um den Zugriff zu beschleunigen). Er kann den Zugang einer Gruppe von Computern oder einem ganzen Netzwerk zum Internet (http oder ftp) mit einer einzigen IP-Adresse ermöglichen. Er kann als Filter dienen und so bestimmte Inhalte in beiden Richtungen (empfangene und versendete Daten) zulassen, blockieren oder ggf. verändert weiterleiten.

Wenn du bisher noch keinen Proxy verwendet hast, dürfte die Schematik für dich wie folgt aussehen:

(PC) ------> dein Internetanbieter ----> z.B. eine Webseite

Wenn du einen Proxy einsetzt:

(PC) ------> dein Internetanbieter ----> anonymer Proxy Server ----> z.B. eine Webseite

In dem obrigen Diagramm wird die Verbindung zu der Webseite über einen anonymen Proxy aufgebaut. Dieser versteckt dann deine echte IP-Adresse.
Die angesurfte Webseite sieht dann nur die IP-Adresse des Proxy Servers und NICHT die deines Internetanbieters = das macht dich anonym!

 

Nehmen wir beispielsweise an, du wärst ein Power-User und hättest 3 zu einem kleinen Netzwerk zusammengefasste Computer die einen eigens von dir aufgesetzten Proxy zum Zugang in das Web nutzen um so über nur ein einzige IP-Adresse surfen zu könen. Die Schematik dazu könnte dann so aussehen:

(PC 1)------->|
(PC 2)------->|eigener Proxy Server, alle 3 Rechner haben dieselbe IP ----> dein Internetanbieter ----> anonymer Proxy Server ----> z.B. eine Webseite
(PC 3)------->|

 

 

3.) Warum einen nutzen?

 

1. um ihn als Sicherheits-Firewall (gegen Angriffe wehren) oder als IP Filter (Anonym)  zu nutzen

2. um die Ladezeit bei Zugriffen durch Zwischenspeichern von gemeinsam (es nutzen  ja mehrere Surfer diesen Proxy) besuchten Webadressen zu beschleunigen

3. um die Inhalte in eine andere Sprache zu übersetzen

4. um die Zugriffsgeschwindigkeit durch Caching (wie bei 2. jedoch betreffend eigener  bereits angesurfter Seiten oder sich wiederholenden Seiteninhalten wie Bilder oder  Frames) zu beschleunigen

Eine wichtige Einschränkung muss erwähnt werden!
Wie bereits erwähnt, existieren anonyme und transparent Proxies und jene, die sich dazwischen ansiedeln. Manche Proxies geben die reale IP ungewünscht zufällig, in bestimmten Intervallen oder standardmässig weiter. Andere geben diese erst bei Nachfrage der besuchten Webseite weiter. Auch kann es vorkommen, dass vormals anonyme Proxies auf einmal transparent sind.
Dies macht es äusserst Wichtig am besten täglich die Anonymität des verwendeten Proxies zu testen. Hierfür existieren zahlreiche Proxy-Test-Seiten, die es erlauben die durch den Proxy weitergegebenen Informationen zu betrachten. Das sorgfältige durchschauen der ausgespuckten Informationen erlaubt es dann, die wirkliche Anonymität des Proxy-Servers zu begutachten.

Eine Beispielinformation, die auf solchen Proxy-Test-Seiten (und damit auch von einer jeden normal angesurften Webseite) öfter wiederzufinden ist, könnte folgendermaßen aussehen:
"HTTP_USER_AGENT: IE5 WIN2000".
Dies gibt der Webseite bekannt, dass du diese Seite mit dem IE (Internet Explorer 5) angesurft hast und Windows 2000 als Betriebssystem benutzt.

 

Wenn du deine reale IP-Adresse siehst, bist du nicht anonym! Es sollte NUR die IP-Adresse (bzw. der Name/die Url) deines Proxies sichtbar sein.

4.) Arten von Proxies

 

Die beiden meistgenutzten Proxyarten sind http (port 8080 oder 80) und socks (port 1080) Proxies.
Http Proxies sind nur zur Verwendung mit dem Webbrowser konzipiert und können entsprechend direkt im Webbrowser eingetragen werden. Socks erlaubt den Zugriff auf http, ftp, telnet, nntp und anderen gemeinsamen chat Protokollen ähnlich ICQ. Hierfür wird ein Extraprogramm (SocksCap) benötigt.